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Der andere Blick - die Wanderausstellung
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"Der andere Blick" ist die gemeinsame Wanderausstellung von Claudia Rippl und Frank Siefert.

Absicht der Künstler und gesellschaftliche Bedeutung der Ausstellung

Mit ihrer Ausstellung „Der andere Blick“ möchten Claudia Rippl und Frank Siefert die Beschauer dazu verführen, Vertrautes aus ihrer Lebenswirklichkeit einmal mit einem anderen Blick zu erfahren: Menschen und Dinge, die aus der „Mitte“ der  Gesellschaft und aus ihrer eigenen Mitte gekommen sind erscheinen in einer Runde mit alltäglichen Szenen, die direkt in der Mitte beobachtet sind. In diesem Spannungsfeld entstehen Wege, auf denen Menschen und Dinge - als Bereicherung für alle - wieder in die gesellschaftliche Mitte gelangen können. So kann eine neue Einheit entstehen. Eine Utopie? Die Ausstellung geht Schritte auf diesem Weg.

Claudia Rippl - weit herumgereist - fokussiert Dinge, die das Ende ihrer Zeit bereits überschritten haben und achtlos weggeworfen wurden. Sie sammelt sie, verbindet sie neu und lässt so Neues entstehen. Sie verleiht ihnen neuen Charakter und neuen Glanz. Claudia Rippl erinnert so daran, wieviel menschliche Lebenszeit einst zur Erzeugung dieser Dinge investiert wurde.

Passend zur Absicht arbeitet Claudia Rippl  mit Techniken, die verbinden: Schweißen, betonieren, kleben. So verbindet sie im Detail ihrer Objekte, was verbinden soll. Damit entstehen „Kleinigkeiten, die urplötzlich zur  perfekten Geltung kommen, wertlose Gegenstände, die im Zusammenspiel mit anderem an Gehalt und Gestalt gewinnen. Zu künstlerischen Objekten verschmelzen und dennoch greifbar sind.“ (Rhein-Neckar-Zeitung, 26.11.2009)

Frank Siefert  beschäftigt sich  seit seiner Jugend  fotografisch wie malerisch mit den Begebenheiten zwischenmenschlichen Seins: Gespräch, Glück, Freude und Leid. In jener Zeit nahm er auch obdachlose Menschen in den Straßen Münchens bewußt wahr. Ihre Situation berührte ihn und lässt ihn bis heute nicht los. Er wünscht sich, dass es gelingt, jenen unter ihnen, die eine Rückkehr in die Gesellschaft suchen, Wege hierfür anzubieten (mehr dazu im Abschnitt ‚Der andere Blick hilft‘). In dieser Ausstellung stellt er Bilder mit obdachlosen Menschen direkt neben die Darstellung anderer Szenen. Damit nimmt er diese von ihm gewünschte Einbindung künstlerisch bereits vorweg.

Mit der von Frank Siefert entwickelten Technik der szenischen Verdichtung gelingt es ihm, Handlungsstränge, die zeitlich und räumlich getrennt sind, in Einheit mit
damit verbundenen Gefühlen in einem einzigen Bild darzustellen. So entsteht eine Gesamtschau, in der plötzlich innere Zusammenhänge erkennbar werden, die sonst
nur verborgen vorhanden sind. Während er dies früher entweder malerisch oder fotografisch tat, verbindet er heute diese beiden Werkzeuge. Dies führt in seinen
aktuellen Collagen zu einem bisher unerreichten, den Beschauer anspringenden Realismus. Der bekannte australische Maler Gary Hearn würdigte die Bilder der Ausstellung als „große Kunst auf internationalem Niveau“.

In einer Zeit, die von Gier und Egoismen geprägt ist, leistet die Ausstellung „Der andere Blick“ einen wichtigen, von Parteien und anderen Interessengruppen unabhängigen Beitrag in der Diskussion, wie unsere Gesellschaft aussehen soll und wie sie sich zu unserer einen Erde und ihren Ressourcen verhält.

Persönlich - unser Ansatz

Die Welt in der wir leben ist so, wie wir Menschen sie für uns und andere geformt haben und täglich neu durch unser Handeln verändern und formen. Wir sind davon berührt. Mal glücklich, mal wehmütig. Und so ist auch unsere Kunst berührt.

Unsere Arbeiten sind leidenschaftlich - und sie wollen immer etwas erzählen, Wir möchten unsere eigene Berührung dem Beschauer mitteilen und, wenn er dazu bereit ist, sie gerne mit ihm teilen.

Unsere Objekte und Bilder sind immer ein Spiegel der geschaffenen und menschengeformten Welt - aber - immer auch verzerrt durch den Blick unserer Augen und Gefühle - eben durch den „anderen Blick“!

Wir wollen unsere Erfahrungen teilen, anregen, inspirieren und auch erfreuen. Wir wollen nicht mahnen, nicht klagen erst recht nicht anklagen!

Wir wollen nicht von irgendeiner politischen Idee oder Gruppe vereinnahmt werden und wollen deshalb mit unserer Ausstellung ausdrücklich keinerlei parteipolitischen Aussagen oder Forderungen formulieren!

Der andere Blick - die Wanderausstellung

Unsere Arbeiten sollen viele Menschen erreichen und anregen . Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, mit dieser Ausstellung auf Wanderschaft zu gehen.

Wir würden uns sehr freuen, falls Sie über geeignete Räumlichkeiten verfügen und Gastgeber für „Der andere Blick“ sein wollen. In diesem Fall (und auch sonst :) ) freue ich mich über Ihren Anruf (06228/911194) oder eine Mail ( frank.siefert@sommerhauch.de) !

Mehr zu Claudia Rippl und Ihre Arbeit erfahren Sie auf ihrer Webseite: www.ars-ferrum.de

Beachten Sie bitte die Seiten des Obdach e.V.-Heidelberg:

Der Obdachverein unterstützt Obdachlose in der Region. U.a. bietet er etwa 100 ehemals obdachlosen allein stehenden Menschen Wohnung, Betreuung und Beschäftigung als Hilfe zur Selbsthilfe.  www.obdach-hd.de










wahrnehmen
hinsehen

wahrnehmen
annehmen
verantworten
hoffen
anregen
licht sehen
ohne allmacht
schritte gehen
in teilmacht
realität schaffen
verantwortlich sein
etwas tun





Abbildung:
Der andere Blick in der Manfred-Sauer-Stiftung
Collage 70x100 cm, Acryl auf Karton
 
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