Vierte Szene

Dieselbe Gegend wie zu Beginn der zweiten Szene. Loge und Wotan geben den gefesselten Zwerg zu verstehen, daß er ihnen seinen Hort herbeischaffen muß, um sich aus der Gefangenschaft zu lösen. Notgedrungen ruft Alberich die Nibelungen herbei, die den Hort auf seinen Befehl hin aufschichten. Doch Wotan ist nicht zufrieden: Alberich sei erst gelöst, wenn er auch den Ring zum Hort lege. Als Alberich widerstrebt, entreißt Wotan ihm den Ring. Doch Alberich, endlich frei, belegt den Ring sogleich mit einem schrecklichen Fluch: Der Ring soll seinem Besitzer nur Unglück bringen, „des Ringes Herr als des Ringes Knecht“, bis der Ring wieder in seine, Alberichs Hand gelange.
Nachdem Alberich die Szene verlassen hat, erscheinen wieder die Riesen. Sie bestimmen als Maß für den Hort die Gestalt Freias: Der Hort soll so geschichtet werden, daß man Freia nicht mehr sehen kann. Die Götter kommen der Aufforderung nach, auch der Tarnhelm landet auf dem Hort, doch als alles geschichtet ist, erspäht Fasolt durch eine Ritze im Hort noch Freias Auge. Doch der Hort ist ganz aufgebraucht, allein der Ring, den Wotan am Finger trägt, könnte die Lücke schließen. Doch Wotan, sich der Macht des Ringes bewußt, weigert sich, den Ring herzugeben.
Da erscheint aus der Tiefe die Urmutter Erda. Sie warnt Wotan: Ein schreckliches Schicksal droht den Göttern durch den Ring: „Alles was ist, endet. Ein düstrer Tag dämmert den Göttern: dir rat ich, meide den Ring!“. Sie versinkt, ehe Wotan sie weiter befragen kann. Nun findet sich Wotan bereit, den Riesen auch den Ring zu überlassen. Sogleich fordert Alberichs Fluch sein erstes Opfer: Im Streit um den Ring erschlägt Fafner vor den Augen der Götter seinen Bruder Fasolt. Wotan, der über Alberichs Fluch zunächst gespottet hat, erkennt: „Furchtbar erfind ich nun des Fluches Kraft!“ Er entschließt sich, Erda aufzusuchen, um Näheres über das von ihr prophezeite Ende der Götter zu erfahren.
Der Gewittergott Donner zwingt nun ein Gewitter herbei, in dem sich die schwüle, bedrückende Atmosphäre des ganzen Tages entlädt, woraufhin Froh den Göttern eine Regenbogenbrücke zu der neuen Heimstatt weist, der Wotan, „wie von einem großen Gedanken ergriffen“ (das Leitmotiv im Orchester verrät uns, daß er an das Schwert Nothung denkt, das die Handlung der „Walküre“ wie des „Siegfried“ entscheidend mitprägen wird) den Namen „Walhall“ gibt.
Loge will eigene Wege gehen: „Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen. Fast schäm‘ ich mich, mit ihnen zu schaffen; zur leckenden Lohe mich wieder zu wandeln, spür‘ ich lockende Lust. Sie aufzuzehren, die einst mich gezähmt, statt mit den Blinden blöd‘ zu vergehen, und wären es göttlichste Götter! Nicht dumm dünkte mich das! Bedenken will ich’s: wer weiß, was ich tu‘!“
Das Klagen der Rheintöchter mißachtend, ziehen die Götter zu triumphalen Orchesterklängen in ihre neue Burg, Walhall, ein.

Das Bild zur 4. Szene zeigt die Handlung der vierten Szene in der Spannung zwischen Erda (groß/ links oben) und Loge (stehend/ rechts unten). Beide kündigen bereits den Niedergang der Götter an.

Erda wird auf dem Bild groß dargestellt, weil sie Wotan (der dies nicht will) bewegt, den Ring zur Auslöse Freias herzugeben.

Die Götter gehen am Ende der Szene (hier im Zentrum des Bilds) auf einer Regenbogenbrücke auf die Burg (Walhall) zu. Sie steht strahlend in der leuchtenden Abendsonne, die im Bild durch die zurückgegebene Freia (die den Göttern wieder die Jugend bringt) verkörpert wird.

Links verlässt der Riese Fafner mit seiner Beute (roter Sack) das Bild.

Überall sind wieder die schwimmenden Rheintöchter (wie im Bild der 1. Szene), die das Gold zurück wollen, zu sehen.

Der Ring überspannt die Szene,- er ist zum größten Teil schwarz (mit etwas rot) -> Fafner hat Fasolt wegen des Rings getötet. Der Ring soll aufgrund des ihm anhaftenden Fluchs weiter Unglück bringen.

Einzig an einer Stelle, an der eine Rheintochter im Bild nach dem Ring greift hat er seine goldene Farbe….